Simone Winko  

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/18


  • 4504577 Grundlagen 1.1. Basisvorlesung [Modul: B Ger 1.1]. Bleumer / Detken/ Manuwald / Steinbach / Winko. Mo, 10-12, Waldweg 26, 0.120

    Die Vorlesung führt in die Grundlagen des Studiums der Germanistik, d.h. ihrer Teilfächer Literaturwissenschaft, Mediävistik und Linguistik, ein. Der literaturwissenschaftliche Teil der Vorlesung beschäftigt sich mit der Klärung von Grundbegriffen der neueren deutschen Literaturwissenschaft und der germanistischen Mediävistik und bietet ergänzend zu den Basisseminaren literarhistorisches Überblickswissen. Ein propädeutischer Teil vermittelt grundlegende Kenntnisse über die Nutzung literarischer Editionen. Der linguistische Teil führt in die Grundlagen der modernen Linguistik und die Beschreibung und Analyse sprachlicher Daten ein. Zwei weitere Schwerpunkte bilden neue Theorien und Methoden der linguistischen Forschung. Die Veranstaltung ist obligatorischer Bestandteil des Basismoduls B.Ger.01-1.1.

  • 4504829 Basisseminar 1.1, Literaturwissenschaft. Mi, 10-12, VG 3.108

    Das Seminar führt in die Grundlagen des Studiums der neueren deutschen Literatur ein. Nach einer kurzen Einheit zu wichtigen Grundbegriffen der Literaturwissenschaft steht der wissenschaftliche Umgang mit literarischen Texten im Vordergrund. An ausgewählten Beispielen aus den Gattungen Lyrik, Drama und Erzählliteratur werden elementare Techniken gattungsbezogener Analyse und Interpretation vorgestellt und erprobt. Darüber hinaus bietet das Seminar einen Überblick über die gängigen literaturwissenschaftlichen Arbeitstechniken und Hilfsmittel zur Informationsrecherche. - Das Seminar bildet gemeinsam mit der Vorlesung Grundlagen 1.1 das Basismoduls B.Ger.01-1.1. Die Kenntnis des Vorlesungsstoffes wird im Seminar vorausgesetzt.

  • 4504830 Liebe und Lust in der Literatur um 1900. BA-Vertiefungsseminar. Kruschewski / Winko (Hetairos-Seminar). Mi, 16-18, VG 2.103.

    Das Konzept 'Liebe' kann unter zahlreichen Aspekten thematisiert und codiert werden; welche dieser Aspekte in einer Kultur vorherrschen, sagt viel über diese Kultur aus. Um 1900 zeigt sich unter kultur- und literarhistorischer Perspektive eine neue Vielfalt, die jedoch einhergeht mit einer Konzentration auf eine Komponente, die bis dahin literarisch nur verschlüsselt zur Sprache kam: Sexualität. Die Wechselbeziehungen zwischen kulturellen Tendenzen, wissenschaftlichen Entwicklungen und Literatur, die die Thematisierung von Liebe, Erotik und Sexualität zur Zeit der Jahrhundertwende prägen, stehen im Zentrum des Seminars. Sie sollen gattungsübergreifend am Beispiel kanonischer (Schnitzler, Wedekind, Lasker-Schüler), aber auch heute kaum noch bekannter Autorinnen und Autoren (Marie Madeleine, Dolorosa, Kahlenberg) untersucht werden. Die Studierenden sollen literarhistorisches Wissen und gattungsspezifische Analysekompetenzen vertiefen.

    Empfohlene Literatur: Zur Vorbereitung auf das Seminar lesen Sie bitte Scheuer, Helmut: Liebe, Lust und Leid. Zur Gefühlskultur um 1900. Eine Einführung. In: Ders. / Michael Grisko (Hg.): Liebe, Lust und Leid. Zur Gefühlskultur um 1900. Kassel 1999, S. 13-26.

  • 4504831 Darstellungsformen in der Literaturwissenschaft. MA-Seminar. Di, 10-12, VG 4.104.

    Studierende der Literaturwissenschaft haben es als Rezipierende, aber auch als Produzierende mit verschiedenen Textsorten zu tun. Sie schreiben Seminar- und Abschlussarbeiten und nutzen dazu beispielsweise Monographien zu Autoren, Lehrbücher zu Epochen, wissenschaftliche Artikel zu Spezialthemen und Rezensionen von Fachbüchern. Wie diese Texte geschrieben werden, welche Darstellungsformen als angemessen gelten und welche nicht, ist unter anderem durch Konventionen des Faches geprägt. Das Verfassen einer Interpretation in einer Masterarbeit etwa kann nicht nur als wissenschaftliche Behandlung eines fachlich relevanten Themas, sondern auch als Einübung in diese Konventionen aufgefasst werden. Was heißt es, 'stringent' zu argumentieren? Wann ist ein Begriff hinreichend klar bestimmt? Wie viel Inhalt des interpretierten literarischen Texts soll wiedergegeben werden? Wann ist ein Zitat ausführlich genug kommentiert? Wie viel Rhetorik muss / darf sein? Nur einen Teil des Wissens über 'angemessene' Darstellungsformen kann man nachlesen, zum großen Teil handelt es sich um implizites Wissen, das in Form von Handlungen in der literaturwissenschaftlichen Praxis vermittelt wird.
    Im Seminar wollen wir zum einen Beiträge zu Darstellungsformen in der Literaturwissenschaft diskutieren, um das Problembewusstsein zu schärfen und Analyseansätze kennenzulernen. Zum anderen soll das wissenschaftliche Schreiben in verschiedenen Textsorten erprobt werden, um die Praxiskompetenz zu verbessern. Welche Textsorten und Darstellungsformen im Seminar intensiver behandelt werden, soll in Abstimmung mit den Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der ersten Sitzung festgelegt werden.

    Literatur zur Vorbereitung: Klausnitzer, Ralf: Wie lernt man, was geht? Konstitutive und regulative Regeln in Interpretationsgemeinschaften. In: Marie Lessing-Sattari / Maike Löhnden / Almuth Meissner / Dorothee Wieser (Hg.): Interpretationskulturen. Literaturdidaktik und Literaturwissenschaft im Dialog über Theorie und Praxis des Interpretierens. Frankfurt a.M. 2015, S. 151-181.

  • 4504832 Forschungskolloquium zur Neueren deutschen Literaturwissenschaft für Doktorandinnen und Doktoranden, Blockveranstaltung

    Interessierte Doktorandinnen und Doktoranden melden sich bitte elektronisch an: .