Simone Winko
Sommersemester 2011
- 456683 Basisvorlesung: Grundlagen 1.1
Lehrende: Hartmut Bleumer, Anke Detken, Udo Friedrich, Markus Steinbach, Simone Winko
Zeit: Mo, 10:15-11:45
Raum: ZHG 006
Die Vorlesung führt in die Grundlagen des Studiums der Germanistik, d. h. ihrer Teilfächer Literaturwissenschaft, Mediävistik und Sprachwissenschaft, ein. Ein übergreifender, propädeutischer Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf Arbeitstechniken wie Literaturbeschaffung, Verfertigung einer Hausarbeit u.a. Der literaturwissenschaftliche Teil der Vorlesung beschäftigt sich mit der Klärung von Grundbegriffen der neueren deutschen Literaturwissenschaft und der germanistischen Mediävistik sowie mit Strategien der Texterschließung in den verschiedenen literarischen Gattungen. Der linguistische Teil führt in die Grundlagen der modernen Linguistik und die Beschreibung und Analyse sprachlicher Daten ein. Zwei weitere Schwerpunkte bilden neue Theorien und Methoden der linguistischen Forschung. Die Vorlesung ist obligatorischer Bestandteil des Basismoduls B.Ger.01-1.1.
Empfohlene Literatur: Arnold, Heinz Ludwig / Heinrich Detering (Hg.) (2005): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München: dtv (dtv 30171). - Burdorf, Dieter (1997): Einführung in die Gedichtanalyse. 2., überarb. Aufl. Stuttgart: Metzler (Slg Metzler 284) oder Felsner, Kristin u.a. (2008): Arbeitsbuch Lyrik. Berlin: Akademie Verlag. - Martinez, Matias / Michael Scheffel (2009): Einführung in die Erzähltheorie. München: Beck. - Meibauer, Jörg et al. (2007): Einführung in die germanistische Linguistik. Stuttgart: Metzler (www.egli-online.de). - Pfister, Manfred (2001): Das Drama. Theorie und Analyse. München: Fink (UTB 580). - Sittig, Claudius (2008): Arbeitstechniken Germanistik. Stuttgart: Klett (Uni-Wissen: Germanistik). - Weddige, Hilkert (2003): Einführung in die germanistische Mediävistik. München: Beck.
- 456699 Basisseminar 1.1
Lehrende: Simone Winko
Zeit: Di, 12:15-13:45
Raum: VG 3.106
Ziel des Seminars ist die Einführung in den wissenschaftlichen Umgang mit literarischen Texten. Zunächst werden wir uns mit dem Gegenstand der Literaturwissenschaft auseinandersetzen und fragen „Was ist Literatur?“, „Was ist Fiktionalität?“, „Was ist Literarizität?“. Im zweiten Teil erarbeiten wir drei Verfahren der Analyse literarischer Texte, die die Besonderheiten der Gattungen berücksichtigen: Analysetechniken für Erzähl- und Dramentexte sowie für Gedichte werden erlernt und auf Beispiele angewendet. Neben diesen theoretisch-methodischen Grundlagen der Literaturwissenschaft werden im Rahmen des Seminars auch philologische Arbeitstechniken wie Informationsrecherche und Bibliografieren vorgestellt. Prüfungsleistung: Abschlussklausur - Es gelten die Regeln des Anmeldeverfahrens über StudIP.
Grundlegende Literatur: Felsner, Kristin u.a.: Arbeitsbuch Lyrik. Berlin: Akademie Verlag 2008. - Matias Martinez / Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 8. Aufl. München: Beck 2009. - Manfred Pfister: Das Drama. Theorie und Analyse. 11. Aufl. München: Fink 2001 (UTB 580).
Außerdem seien empfohlen: Heinz Ludwig Arnold / Heinrich Detering (Hg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. 7. Aufl. München: dtv 2005 (dtv 30171); - Claudius Sittig: Arbeitstechniken Germanistik. Stuttgart: Klett 2008 (Klett Uni-Wissen).
- 456785 Liebe, Leid und Literatur. Zur Darstellung von Emotionen in literarischen Texten (BA-Vertiefungsseminar)
Lehrende: Anna Fenner, Simone Winko
Zeit: Di, 10:15-11:45
Raum: ERZ SRI, Waldweg 26
Für Leserinnen und Leser liegt eine der wichtigsten Aufgaben von Literatur darin, Emotionen zu vermitteln: sie zu ihrem Thema zu machen, auszudrücken und hervorzurufen. Im Seminar wollen wir untersuchen, auf welche Weise und mit welchen Mitteln Literatur dies erreichen kann. In einem ersten Teil sollen verschiedene Emotionstheorien diskutiert und Vorschläge für textnahe Analyseverfahren vorgestellt werden. Im zweiten Teil werden literarische Texte des 20. Jahrhunderts unter der Frage analysiert, welche Techniken der Emotionsdarstellung und -vermittlung sie einsetzen. Einbezogen werden Erzähltexte und Gedichte der Zeit um 1900, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit und der Nachkriegsliteratur. Es gelten die Bedingungen der Anmeldung in StudIP. Eine Liste der im Seminar zu lesenden Primärliteratur wird zu Beginn des Semesters an die Angemeldeten verschickt.
Als vorbereitende Lektüre sei empfohlen: Monika Schwarz-Friesel: Sprache und Emotion. Tübingen 2007, Kap. 3: Glaube, Liebe, Hoffnung: Definition, Konzeptualisierung und Klassifikation von Emotionen, S. 43-88; Simone Winko: Kodierte Gefühle. Zu einer Poetik der Emotionen in lyrischen und poetologischen Texten um 1900. Berlin: Erich Schmidt 2003, Kap. 4: Zur Rekonstruktion der sprachlichen Gestaltung von Emotionen in literarischen Texten, S. 110-119, 129-150.
- 456786 Perspektive(n) in Literatur- und Sprachwissenschaft (Masteroberseminar und Oberseminar alte Studiengänge)
Lehrende: Regine Eckardt, Simone Winko
Zeit: Mo, 18:15-19:45
Raum: HDW 2.124
‚Der Roman erzählt aus der Perspektive seines Protagonisten.‘ Was hinter solchen oft zu findenden Redeweisen steckt, soll im Seminar aus linguistischer und literaturwissenschaftlicher Sicht untersucht werden. Literaturwissenschaftlich spielt der Begriff der Perspektive von allem in narratologischen Analysen literarischer Texte eine wichtige Rolle. Mit ihm wird so Unterschiedliches bezeichnet wie perzeptive Wahrnehmungen und wertende Einstellungen. In der Sprachwissenschaft gibt es in jüngster Zeit mehrere Ansätze, die das Phänomen der freien indirekten Rede bzw. den inneren Monolog untersuchen. Eine Reihe von sprachlichen Auffälligkeiten kann Aufschluss über den fiktiven Sprecher einer Passage liefern. Die Phänomene erlauben Schlüsse darauf, wie Autor und Leser die fiktive äußerungssituation konzeptualisieren. - Im Seminar sollen neuere linguistische und literaturwissenschaftliche Forschungsbeiträge diskutiert werden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgefordert, auch eigene Forschungsvorhaben entwickeln.
Als vorbereitende Lektüre sei empfohlen: Anne Banfield, Unspeakable Sentences. Narration and Representation in the Language of Fiction. Boston u.a.: Routledge 1982, 1-37. Wolf Schmid, Elemente der Narratologie. Berlin, New York: de Gruyter 2005, Kap. III: Die Erzählperspektive, 113-149. Matías Martínez / Michael Scheffel, Einführung in die Erzähltheorie. München: Beck 1999 (oder andere Auflage), Kap. II.2: Modus, 47-67 (Scans werden auf StudIP bereitgestellt)
- 456784 Forschungskolloquium zur Neueren deutschen Literaturwissenschaft für Doktorandinnen und Doktoranden, Blockveranstaltung
Interessierte Doktorandinnen und Doktoranden melden sich bitte elektronisch an: .